Wiese im Sonnenuntergang

Meditation & innere Schönheit

Die Brücke zwischen innerer und äußerer Schönheit

Gibt es einen Schlüssel zur inneren und äußeren Schönheit? Es gilt schon mal als erstes festzuhalten: wenn wir unsere eigenen Bilder anschauen – dann können wir schon mal auf jeden Fall feststellen, dass wir nicht so aussehen, wie wir auf die Welt gekommen sind. Was auch immer die fundamentale Kraft hinter all diesen existenziellen Prozessen sind, eins ist klar: diese Kraft ist fortwährend aktiv – deswegen verändern wir uns auch äußerlich. Oder andersrum ausgedrückt: selbst wenn wir mal einen äußeren Zustand erreichen – wo wir sagen können – so soll das sein – ist dieser Zustand von keiner langen Dauer. Wir können ihn nicht festhalten. Im Leben bleibt nichts so, wie es ist, alles entwickelt sich ständig weiter. Auch das Aussehen, der Körper, die Ausstrahlung. Es ist etwas, das man definitiv nicht festhalten kann. Aber es gibt trotzdem etwas, was sich nicht verändert, was in dieser Dynamik des Lebensprozesses stets konstant bleibt – nämlich – das eigene Sein, das uns innewohnende Wesen. Um das geht es hier.

Was ist die Beziehung zwischen innerer und äußerer Schönheit?

Weise Gelehrte aus den östlichen Kulturkreisen haben sich schon seit jeher gefragt, was die Beziehung zwischen innerer und äußerer Schönheit ist? „Deine äußere Schönheit ist nur oberflächlich. Sie kann deine innere Schönheit nicht beeinflussen. […] Wenn das Innere schön wird – was in deiner Hand liegt – wird das Äußere sich dem Inneren anpassen müssen. Das Äußere ist unwesentlich, es wird das Innere in irgendeiner Weise widerspiegeln müssen.“ – so der große Yogi Osho.

Eins ist auf jeden Fall ziemlich sicher – man kann von Natur aus vielleicht ein schönes Gesicht haben, schöne Augen, eine schöne Nase oder man kann auch unendlich viel an der Haut kosmetisch oder mit plastischer Chirurgie arbeiten, man kann auch die Figur verändern – aber dadurch wird sich das eigene Wesen nicht verändern. Wenn man im Inneren weiterhin voller Ärger, Wut, Machtgier, Gewalt oder Habgier ist – wird man keine schöne und entspannte Ausstrahlung haben.

Was können wir selbst beitragen, dass die Verbindung zwischen innerer und äußerer Schönheit intakt ist?

Das zeitlose Wissen vom inneren Selbst der großen Yogis ist weise und sagt uns: „Das Innere ist unglaublich kraftvoll, das Äußere ist sehr schwach. Das Innere ist ewig, das Äußere sehr befristet. […] Was im Inneren ist, muss nach Außen kommen. […] Kein Schönheitschirurg kann es verändern. Aber du bist fähig, es selbst zu verändern. Es liegt in deiner Hand. Niemand kann dein inneres Wesen beeinflussen, außer dir. Du bist der Meister deiner inneren Welt. Und wenn die innere Welt still wird, werden deine Augen natürlich tiefer, von einer ozeanischen Tiefe. Wenn dein inneres Wesen wolkenlos wird, wird auch dein Gesicht wolkenlos, einfach ein offener Himmel. Wenn dein inneres Wesen die Quelle deines Lebens entdeckt, die Flamme deines Lebens, beginnt jede Pore deines Körpers etwas von dieser Flamme auszustrahlen.“ – so ausdrucksstark beschreibt Osho diese subtilen Zusammenhänge.

Innere Schönheit strahlt durch den Körper

Innere Schönheit strahlt durch den Körper, doch man braucht ein sehr sensibilisiertes und entwickeltes Bewusstsein, um das zu sehen und zu erkennen. Wer bewusst hinschaut – der erkennt die innere Schönheit auch im Außen. Jeder kann viel mehr hier tun, als man sich das jemals vorstellen kann. Durch ein einfaches und natürliches nach innen gehen, kann man die Schönheit des menschlichen Wesens, des eigenen Wesens erkennen. Man kann erkennen, sehen und man kann lernen, an der äußeren Schönheit nicht zu haften, denn sie ist vergänglich und an der inneren Schönheit ununterbrochen weiterzuarbeiten. Alles andere erschafft nur eins – nämlich Leiden. Denn Leiden ist im Unterschied zum Schmerz mental – also gedanklich – wenn man so möchte „selbst gemacht“. Nach innen zu gehen kann man auch Meditation nennen. Wem das schwer fällt – der kann Yoga als „Meditation in Bewegung“ zur Hilfe nehmen. Zum Glück gibt es nicht nur einen Weg, um nach innen zu gehen.

Yogische Sichtweise

Yoga sagt – unser Körper ist im Wesentlichen auf Gesundheit programmiert „Warum sollte er sich also gegen dich wenden? Weil du ihn irgendwie nicht in einem glücklichen Zustand hältst. Du musst ihm etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Es gibt eine systematische Methode, dem Aufmerksamkeit zu schenken, da alles in diesem Körper von innen heraus geschaffen wurde. Wenn das so ist, kann man es auch leicht von innen her wieder heil machen.“ – so der indische Yogi Sadhguru. Für ihn ist die wahre Bedeutung von Schönheit zu lernen, mit wenig Reibung zu funktionieren. „Die Welt wird nicht dadurch schön, dass man Geld verdient. Sie wird schön, weil es einige wenige Menschen gibt, die aus ihrer Liebe heraus existieren und wirklich etwas tun wollen, was über ihr persönliches Wohlbefinden hinausgeht.“
Innere Schönheit dringt wie das Licht durch alle Ritzen – auch im Alter. Keiner kann dich verändern, aber du selbst bist fähig, dich zu verändern. Es liegt in deiner Macht. Man ist selbst der Meister der eigenen inneren Welt.

Buchtipps:

Osho (2014) Das Yoga Buch II Freiheit und Liebe. Herausgeber: ‎Edition Innenwelt

Osho (2015) Sat Chit Anand. Taschenbuch / Paperback (derzeit im Buchhandel nicht verfügbar)

Sadhguru (2017) Die Weisheit eines Yogi: Wie innere Veränderung wirklich möglich ist. Herausgeber: O.W. Barth

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